Bleifreies Benzin - © Fam. Gesslbauer
Bleifreies Benzin - © Fam. Gesslbauer

Der Stolz war nicht zu übersehen – die ÖMV präsentierte am 5. Juni 1984 in Salzburg die erste Tankstelle in Österreich, an der es bleifreies Benzin gab. Das war zwar exakt ein Jahr später als in Deutschland – dort startete die erste bleifreie Tankstelle Europas in München ihren Betrieb – aber dennoch, der Jubel war groß.

Das Thema Klimaschutz wie auch Emissionen kam zu der Zeit eben in die Gänge. Kurze Zeit später investierte die ÖMV (seit 1995 OMV) auch kräftig in eine Rauchgasreinigungsanlage, die Emissionen von Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxiden (NOx) reduzierte. Seit 1990 hat die ÖMV in der Raffinerie Schwechat und den Tanklägern Lobau und St. Valentin mehr als 1,3 Milliarden Euro für einen effizienten Klimaschutz investiert. Die EU-Grenzwerte für SO2 und NOx betragen jeweils 400 mg/m3. Die ÖMV unterschreitet mit der neuen Anlage diese Grenzwerte um die Hälfte. Bei Schwefeldioxid entspricht das einer Reduktion von mehr als 2.400 Tonnen pro Jahr, bei den Stickoxiden wird dadurch eine Verminderung um mehr als 1.400 Tonnen pro Jahr erreicht. Ende 1983 einigten sich die erdölexportierenden Länder (OPEC) auf ein Einfrieren des Ölpreises bei 29 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Ein Liter Benzin kostete damals rund 60 Cent. Seit dem Jahr 2000 ist bleihältiges Benzin EU-weit verboten. 2004 führte die ÖMV schwefelfreie Treibstoffe ein, fünf Jahre vor der von der EU geforderten Frist.