Die Rax-Bahn: Erste Seilschwebebahn Österreichs - © ÖNB
Die Rax-Bahn: Erste Seilschwebebahn Österreichs - © ÖNB

In nur drei Jahren Bauzeit wurde Österreichs erste Seilschwebebahn, die Seilbahn von Hirschwang auf die Rax, erbaut. Das Gebiet rund um Reichenau war nach dem ersten Weltkrieg eine der beliebtesten Sommerfrische-Gegenden. Unter den Erholungssuchenden wurde die Rax gern auch als das österreichische Davos oder St. Moriz bezeichnet. Ausflüge rund um Wien ersetzten große Reisen, die vor allem in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts aufgrund der wirtschaftlichen Lage kaum möglich waren. Der erste Weltkrieg unterbrach zunächst den Plan, eine Bahn auf das Rax-Plateau zu errichten.

Der Aufstieg war beschwerlich. Historische Bilder zeigen, dass Menschen zu Fuß, am Pferd oder mit von Eseln gezogenen kleinen Karren – via Schlangenweg in Richtung Ludwighaus – den Berg erklommen. Bereits 1908 gab es erste Pläne für eine Seilbahn, auch ein elegantes Hotel sollte errichtet werden. Adolf Bleichert war der Erbauer der Bahn, die im ersten Jahr nur als Materialseilbahn genutzt wurde. Am 9. Juni 1926 wurde die Bahn von Bundespräsident Michael Hainisch als Personenseilbahn feierlich eröffnet. In den 80er Jahren wurde die Bahn erneuert. Original erhalten sind heute nur noch Grundmauern der Stationsgebäude und die Stütztragwerke. Seit dem Umbau werden stündlich bis zu 350 Personen in nur sechs Minuten auf den Berg transportiert. Das Rax-Gebiet zählt auch heute noch zu den am stärksten frequentierten Ausflugszielen.