- © ÖNB/Alfred Cermak
© ÖNB/Alfred Cermak

Die erste Folge der legendären Fernsehserie "Ein echter Wiener geht nicht unter" spaltete rasch die Geister – gesehen wurde sie jedoch mit Sicherheit von vielen Menschen, aller Alters- und Bildungsklassen. Die von Ernst Hinterberger geschriebene und vom ORF produzierte Serie mit 24 Folgen von 1975 bis 1979 beschrieb eine Arbeiterfamilie. Die teilweise skurrilen Sprüche des Hauptdarstellers "Mundl", Edmund Sackerbauer, waren regelmäßig Diskussionsthema bei Jung und Alt. Der jähzornige Mundl lebt mit seiner Frau Erni und seinen beiden Kindern in einem Wiener Mietshaus in Favoriten. Er trinkt gerne Bier und schaut Fern – und bekommt eben zwischendurch immer wieder seine "Anfälle", bei denen er eine bunte Palette an wienerischen Schimpfwörtern präsentiert.
Beim ORF-Kundendienst gingen damals unzählige "Zuschauerreaktionen von erboster Ablehnung" – insbesondere aus der dargestellten Arbeiterschicht – "bis zu begeisterter Zustimmung" ein. Dennoch schaffte es Mundl zur Kultserie, Wiederholungen sind auch in Deutschland beliebt.