Meteorologen hatten sie angekündigt – die Hagelstürme, die im Juni 2007 ganz Mitteleuropa erschütterten und auch über Österreich fegten. Am 20. Juni traf es Oberösterreich, Kärnten, Salzburg und die Steiermark besonders dramatisch. Über 5.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen wurden zerstört oder beschädigt. Die Stürme brausten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h über die Felder, Städte und Dörfer. Dächer wurden abgedeckt, Stromleitungen umgerissen und Bäume entwurzelt oder abgebrochen. Die Feuerwehr hatte weniger Stress mit dem Auspumpen von Kellern, als mit dem Wegräumen der umgestürzten Bäume.

Der Verkehr in Wien kam zum Erliegen, außerdem gab es unzählige schwer Verletzte und auch einige Tote, die von herumfliegenden Teilen getroffen wurden. Österreich liegt genau im geographischen Hagelepizentrum Europas – also bedroht durch richtig große Hagelkörner mit über drei Zentimeter Durchmesser. In Extremfällen gab es in Österreich bereits Hagelkörner mit bis zu acht Zentimeter Durchmesser.