- © Günther R. Artinger/APA/picturedesk.com
© Günther R. Artinger/APA/picturedesk.com

Kaum jemand erinnert sich heute noch bewusst an den Tag, der die Verzögerung des seit den 50er-Jahren geplanten Semmering Basistunnels, eine Eisenbahntunnel-Verbindung zwischen Niederösterreich und der Steiermark, erstmals beendete. Es war am 25. Juni 1999, aufgrund eines Bescheides des Verfassungsgerichtshofs. Damit wurde die niederösterreichische Naturschutzgesetz-Novelle aufgehoben, welche bis dahin den Bau des Semmering Basistunnels auf niederösterreichischer Seite untersagte. Der rund 30 Kilometer lange Eisenbahntunnel verbindet Gloggnitz und Mürzzuschlag und unterquert somit die nördliche Alpenkette. Zur Überwindung des Semmerings gibt es seit 1854 die von Carl von Ghega geplante Semmeringbahn. Die sogenannte Südbahnstrecke ist jedoch heillos überlastet und die Fahrtdauer – eine Stunde von Wiener Neustadt nach Mürzzuschlag – ist für heutige Begriffe im Vergleich zum Pkw unattraktiv. Der Bau des Tunnels wurde nach einigen weiteren Verzögerungen endlich 2012 gestartet und soll 2025 fertiggestellt sein.