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Am 2. Juli 1948 unterzeichneten Österreich und die USA das bilaterale Abkommen für den sogenannten "Marshallplan", das amerikanische Unterstützungsprogramm für den Wiederaufbau Europas. Das Hilfsprogramm umfasste diverse Warenlieferungen wie Lebensmittel, Maschinen, sanitäre Artikel aber auch Schulmaterialien wie Bleistifte und Hefte oder auch Kredite. Österreich galt als besonders armes Land und musste die Warenhilfsgüter nicht bezahlen – im Vergleich zu anderen europäischen Länder. Der amerikanische Außenminister und Friedensnobelpreisträger George C. Marshall lieferte mit seinem Konjunkturprogramm den Auftakt für den Wiederaufbau Europas. Marshall gründete das European Recovery Program (ERP) umgangssprachlich "Marshallplan". Österreich zahlte die Erlöse, welche die Bevölkerung für sehr günstige Waren zu entrichten hatte, auf ein ERP-Konto ein. Dieses Geld wurde in den 50er-Jahren für Investitionen in die heimische Wirtschaft verwendet. Hinter diesem Konjunkturprogramm stand einerseits die Hilfe für die notleidende Bevölkerung, ebenso aber der Versuch, die Sowjetunion und den Kommunismus zurückzudrängen. Letztlich ging es um die Schaffung eines Marktes für überschüssige Waren aus den USA.