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Der Tiroler Hermann Buhl bestieg am 3. Juli 1953 als erster Mensch der Welt den 8.125 Meter hohen Gipfel Nanga Parbat im westlichen Himalaya. Er erreichte die Bergspitze allein, ohne zusätzlichen Sauerstoff – seine Kameraden gaben vorher auf und warteten rund 1.000 Meter weiter unten auf seine Rückkehr. Buhl sorgte mit dieser Gipfeleroberung weltweit für Aufsehen – gerade in einer Zeit, als Bergsteigen begann, richtig professionell zu werden. Buhl kletterte mit festen Schuhen und Sicherungsseilen, stets mit leichtem Gepäck und häufig allein, in der Nacht oder im Winter auf Berge. Auch auf dem Nanga Parbat kam er ohne Biwakausrüstung aus – das günstige Wetter war sein Glück. Er gilt in Fachkreisen bis dato als einer der wichtigsten Höhenbergsteiger wie auch als Vorreiter des Extremalpinismus. Seine Motivation war laut Weggefährten durch die Lust am Grenzgang getrieben. Nur vier Jahre später, nach seinem international beachteten Erfolg, stürzte er bei einer Besteigung des über 7.000 Meter hohen Chogolisa ab. Er übersah eine Schneewechte wie seine Kollegen berichteten. Buhls Leiche wurde nie gefunden.