"Rien ne va plus" hieß es am 7. Juli 1955 spät abends im Spielcasino Baden – anlässlich der Wiedereröffnung am Roulette-Tisch – und erstmals unter dem neuen Eigentümer, der Österreichischen Casino AG. Der historische Ort stammt ursprünglich von Kaiser Franz I., der Baden zu seinem Lieblingsort wählte und viele Sommer dort verbrachte. Das Schwefelwasser verhalf Baden zum Kurort. Letztlich erhielt Baden jedoch auch aufgrund der Liebe von Kaiser Franz I. zu der Stadt den Status Kurort. Er beauftragte die Architekten Eugen Faßbender und Maximilian Katscher für das Gebäude im Neorenaissance-Stil, das 1886 fertiggestellt wurde. Deshalb erinnern auch heute noch die sogenannten Trinkhallen an den Kurbetrieb. 1934 wurde das Gebäude als Kurhaus mit Ganzjahresbetrieb eröffnet. Erst in den 90er-Jahren erfolgte der Umbau und die Übersiedlung des Casino Badens in die Veranstaltungshalle. 1995 wurde es als größtes Kongress- und Veranstaltungszentrum Europas fertiggestellt. Das Glücksspiel hat in Baden jedoch schon eine lange Tradition – vielleicht einfach deshalb, weil Kurgäste im 19. Jahrhundert eher wohlhabende Personen waren?