Die Kanutin "Fritzi" Schwingl - © Cermak / ÖNB
Die Kanutin "Fritzi" Schwingl - © Cermak / ÖNB

Friederike "Fritzi" Schwingl wurde am 28. Juli 1921 geboren. 1948 erhielt sie bei den Olympischen Spielen in London eine Bronzemedaille. Bei den Damen wurde damals jeweils nur ein Wettbewerb ausgetragen. Bei den Spielen in London fanden die Wettbewerbe auf der Themse in Henley statt. Fritzi Schwingl wurde dritte, mit einer Zehntelsekunde Rückstand auf die erstplatzierte Niederländerin. Vier Tage nach dem Einer-Finale, eine Person pro Kanu, wurde ebenfalls in Henley die Weltmeisterschaft im nichtolympischen Zweier-Kajak ausgetragen. Es gewannen Karen Hoff zusammen mit Bodil Svendsen. Bronze erhielten Fritzi Schwingl und Gertrude Liebhart, ihre Konkurrentin aus Deutschland.

1954 erhielt Schwingl bei den "4. Kanurennsport-Weltmeisterschaften" in Mâcon im Einer die Silbermedaille. Am 23. Februar 1955 wurde sie zur Sportlerin des Jahres 1954 gewählt. Nach Fritzi Schwingl und ihrer Gegenspielerin Gertrude Liebhart dauerte es 56 Jahre, bis wieder eine österreichische Kanutin eine olympische Medaille erhielt. 2008 gewann Violetta Oblinger-Peters Bronze im Kanuslalom. 1996 bekam Schwingl, die in Klosterneuburg lebte, das "Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich" verliehen. Sie starb am 9. Juli 2016.