Österreich wird Mitglied der UNESCO - © ÖNB
Österreich wird Mitglied der UNESCO - © ÖNB

UNESCO, "United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation", ist die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die UNESCO ist eine der 16 rechtlich eigenständigen Organisationen der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in Paris. Derzeit sind 195 Mitgliedstaaten in der UNESCO vertreten. Österreich trat am 13. August 1948 als 40. Mitglied bei – lange, bevor Österreich Mitglied der Vereinten Nationen wurde. Die 1950er-Jahre waren die Zeit des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Neubeginnes und waren durch die Suche nach einer neuen Identität geprägt.

Die UNESCO will die internationale Zusammenarbeit in puncto Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation fördern, aber auch in puncto Frieden und Sicherheit.

Die zentrale Aussage der UNESCO zu ihren Zielen klingt topaktuell: "Ein ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruhender Friede kann die einmütige, dauernde und aufrichtige Zustimmung der Völker der Welt nicht finden. Friede muss – wenn er nicht scheitern soll – in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden."

Ein wichtiges Thema der UNESCO ist das Weltkulturerbe, beim "Welterbe-Komitee" können schützenswerte Projekte eingereicht werden. Der "Weltkulturerbe-Status" kann jedoch auch aberkannt werden. Seit 2017 steht das historische Zentrum von Wien auf der sogenannten "roten Liste", also zählt zu den gefährdeten "Welterbe-Städten". Das geplante Heumarkt-Projekt führte u. a. zu dieser Listung.