1957 fand am Gaisberg bei Salzburg der erste "Große Bergpreis von Österreich" in der Nachkriegszeit, mit internationaler Beteiligung statt. Dieses "Gaisberg-Rennen" auf dem Hausberg der Salzburger, war sowohl für Automobile als auch für Motorräder ausgeschrieben und galt als "Europameisterschaftslauf". Der Bewerb galt als Auswahlrennen für die "Internationale Alpenmeisterschaft" für Autos und für die "Europäische Bergmeisterschaft" für Motorräder. Die rund 12 Kilometer lange Straße bis zum Gipfel des Gaisbergs wurde für diese Bergrennen – auf Anregung des Salzburger Landeshauptmanns Franz Rehrl – extra gebaut. 1957 begann damit ein neues Zeitalter am Gaisberg, den ab 15. August hießen die "Gaisberg-Rennen" für Sport-, Gran-Tourisme-Wagen offiziell "Großer Bergpreis von Österreich". Die Rennen wurden vom "Österreichischen Automobil-Sport-Club" organisiert – dieser bezeichnete das "Gaisberg-Rennen" als "wirkungsvolles Beiprogramm zu den Festspielen". Der Schweizer Willy Peter Daetwyler gewann das Rennen mit seinem Maserati. Auch Jochen Rind fuhr einmal mit – 1962 gewann er mit seinem Alfa, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 90 km/h. Folgende Autos waren u. a. vertreten: Puch, Saab, Fiat, Lloyd, Renault, DKW, Simca, VW, Alfa, Porsche und Cooper. Beim Start wurde übrigens hinter die Hinterreifen ein Holzklotz gelegt – die Fahrer sollten nämlich nicht auf der Bremse stehen. 1969 wurde der Bewerb aufgrund der zahlreichen tödlichen Unfälle eingestellt.