Weltmeisterin Lucie Böhm - © Orienteering Salzburg
Weltmeisterin Lucie Böhm - © Orienteering Salzburg

Lucie Böhm erreichte am 17. August 1997 den Weltmeistertitel für Salzburg im Orientierungslauf über die Kurzdistanz von Grimstad in Norwegen. Insgesamt räumte die Salzburgerin Lucie Rothauer, wie sie später hieß, 27 Meistertitel ab, der Höhepunkt ihrer Karriere als Kurzdistanz-Orientierungsläuferin. 1999 wurde sie Vizeweltmeisterin, 1999 Gesamtdritte im Weltcup.

Die Kurzdistanz wurde 1991 als weitere Disziplin in die Weltmeisterschaften im Orientierungslauf aufgenommen. Orientierungsläufe sind eine Laufsportart. Dabei geht es über Stock und Stein, durch Flüsse und Wälder. Mit einer Landkarte und Kompass müssen die Läufer die jeweils für sie beste Route finden. Auf dem Weg kontrollieren Postenkontrolleure das Passieren der Läufer. Alle anderen technischen Hilfsmittel sind verboten. Damit nicht einer dem anderen nachläuft, gibt es keinen Massenstart – wodurch jeder Läufer seinen Weg wirklich selbst suchen muss. Diese Disziplin erfordert eine körperliche Fitness ebenso wie ein hohes Maß an geistiger Leistung. Böhm koordiniert seit 2008 im "Internationalen Biathlonverband" (IBU) den Anti-Doping-Kampf und ist heute nicht mehr als Athletin aktiv.