Ein Wiener Wahrzeichen für die Welt: Die Uno-City wird eröffnet - © ÖNB / Kern, F.
Ein Wiener Wahrzeichen für die Welt: Die Uno-City wird eröffnet - © ÖNB / Kern, F.

Im Sommer 1979 wird ein Wahrzeichen Wiens fertig und am 23. August desselben Jahres wird es an den Nutzer übergeben: Das "Vienna International Centre" (VIC), auch als "UNO-City" bekannt. In ihm arbeiten mehr als 4.000 Menschen aus 110 Ländern, es ist neben New York, Genf und Nairobi, einer der vier Hauptsitze der Vereinten Nationen und beheimatet unter anderem die "Internationale Atomenergie-Behörde", die "UN-Organisation für Drogen- und Verbrechensbekämpfung" (UNODC) sowie die "UNIDO" – eine Sonderorganisation für Entwicklungsländer, um deren industrielle Entwicklung zu fördern und Handel zu ermöglichen. Insgesamt sind 19 Büros bzw. Organisationen am Wiener Standort untergebracht.

Das Grundstück und die Gebäude mit der prägnanten Y-Architektur werden seit dem 23. August 1979 für die symbolische Miete von einem Schilling (heute sieben Cent) für 99 Jahre an die UNO vermietet. Für die laufenden Betriebskosten müssen die Organisationen selbst aufkommen. Innerhalb des Areals, das runde 17 Hektar misst, gibt es einen eigenen Wach- und Sicherheitsdienst, der auf dem exterritorialen Gelände ähnlich wie eine Polizei agieren darf.

Das "Vienna International Centre" im 22. Bezirk bildete zudem den Grundstein für die weitere Immobilienentwicklung am Standort: Nach der Überplattung der Donauufer-Autobahn im Jahre 1991 entstanden mehrere Hochhäuser, zuletzt auch das höchste Bürohaus Österreichs, der "DC Tower". Gemeinsam mit der "OPEC" und der "OSZE" bildet das UN-Headquarter die Basis eines internationalen Wien mit einer lebendigen Kongresskultur und all den damit verbundenen umwegrentablen Erscheinungen.