Dem Salzburger Zirkusartisten Siegfried Waslberger gelang vermutlich eine der spektakulärsten "Wanderungen" – er ging auf den Händen von Hallein nach Wien. Der damals 32-jährige Halleiner startete am 15. Mai, seine drei Brüder und eine Polizeieskorte begleiteten ihn. Die Brüder fuhren mit einem umgebauten VW-Bus mit, in dem sie kochten und Siegfried Waslberger versorgten. Er schaffte täglich rund vier Kilometer – insgesamt war er 100 Tage unterwegs, bis er an seinem Ziel ankam. Er trug spezielle, gepolsterte Handschuhe, seine Beine überkreuzte er. Aus Medizinersicht wurde sein Weltrekordversuch als sehr bedenklich eingeschätzt. Waslberger wollte mit seiner Aktion Geld für die Förderung junger Sportler sammeln. Dies gelang ihm nicht wie auch sein Plan scheiterte, eine Gymnastikschule für körperlich beeinträchtigte Kinder zu errichten. Wenn auch der Medienrummel während seines Marsches gewaltig war, erhielt er nie eine offizielle Auszeichnung von Österreich für den Weltrekord, den er letztlich mit seiner Leistung erreichte. Ursprünglich wollte er bis zum Stephansdom "gehen", doch war der Andrang der schaulustigen begeisterten Menschenmenge bereits in Schönbrunn so groß, dass er seinen Handmarsch hier beendete. Waslberger galt als einer der weltbesten Handstandakrobaten, er trat u. a. im "Zirkus Knie", "Zirkus Krone", "Zirkus Hagenbeck" und "Zirkus Americano" auf. 1978 starb er an einem Gehirnschlag in Salzburg.