Dass Österreich bei Wintersportarten mitunter Weltklasse ist, weiß man. Bei Olympischen Sommerspielen hingegen war es eine stolze Leistung, als man bei Beendigung der Spiele in Athen am 29. August 2004 Bilanz zog: Zwei Mal Gold, vier Mal Silber und einmal Bronze. Das war die beste Leistung seit 1945.

Dabei war es ohnehin schon ein emotionaler Moment: Die Spiele in Athen, quasi: dort, wo alles begann. 74 Sportlerinnen hatte Österreich entsandt, neun kamen mit Medaillen zurück: Gold holten Kate Allen im Triathlon sowie Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher beim Segeln in der Kategorie "Tornado" (enorm schnelle Katamarane). Das Segel-Duo war bereits bei den vorhergehenden Olympischen Spielen in Sydney erfolgreich gewesen und holte demnach in Athen zum zweiten Mal hintereinander den Sieg. Für Ausdauersportlerin Kate Allen war die Goldmedaille in Griechenland die erste olympische, sie hatte hart dafür kämpfen müssen, denn beim Radfahren lag sie noch auf Platz 28, beim Laufen holte sie Rang für Rang auf und gewann schließlich. Beim Schwimmen holte Markus Rogan zwei Silbermedaillen (100 Meter Rücken und 200 Meter Rücken), Claudia Heill errang den zweiten Platz im Judo und Andreas Geritzer zeigte im Segeln auf: Silber in der Kategorie "Laser". Die einzige Bronze-Medaille holte Christian Planer im Schießen in der Kleinkaliber-Kategorie. Ohne Medaille kam das jüngste Mitglied der österreichischen Delegation heim – die 18-jährige Mirna Jukić musste noch vier Jahre auf die nächsten Olympischen Spiele warten, bis sie schließlich Bronze erschwamm.