Täglich zwei Sender zur Auswahl - © wabweb.at
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Ursprünglich war es ein "Technisches Versuchsprogramm", als der Fernsehsender "FS 2" im Jahre 1961 startete. Aus dem Versuch wurde Programm, bis zum 1. September 1970 sendete der ORF an fünf Tagen der Woche, ab dann täglich. 1992 verschwand das "FS 2"-Logo dann für immer von den Bildschirmen, der Sender wurde in "ORF 2" umbenannt und bringt heute vor allem Österreich-bezogene Inhalte. Es sollte 41 Jahre dauern, bis der ORF einen weiteren Sender auf eigener Frequenz täglich on air brachte – "ORF III" im Jahre 2011.

Die 1970er-Jahre waren in der Fernsehgeschichte besonders prägend, dank großer Sportereignisse wie die Olympischen Spiele in München setzte sich das Farbfernsehen mehr und mehr durch. Dabei war es gar nicht so lange her, da gab es noch gar kein österreichisches TV. 1955 war der große Moment, als die bunt zusammengewürfelte Partie aus Technik-Freaks und Radio- und Zeitungsjournalisten mit selbstgebauten Kameras aus einem Schulgebäude den Testbetrieb des "Österreichischen Rundfunks" aufnahmen. Wie immer bei solchen Neuerungen – und wie auch aktuell bei der Digitalisierung – glaubten viele Menschen nicht wirklich an die Durchsetzungskraft der Technologie bzw. waren nicht in der Lage, die Konsequenzen zu erfassen. In den 60er-Jahren entdeckte die Politik die Macht der bewegten Bilder. Hugo Portisch initiierte schließlich das erste Volksbegehren der Republik, das zu einem neuen Gesetz und zu einem unabhängigen Rundfunk führte.