Der 1942 in Deutschland geborene, aber in Graz aufgewachsene Karl Jochen Rindt sorgte mit seiner rasanten Fahrweise, seiner frechen Frisur und seiner charakteristischen Boxernase (von einem Unfall) für zahlreiche spannende Fernsehnachmittage. Legendär das Geräusch der Autorennen – die schon damals live übertragen wurden. Rindt war ein Idol – nicht nur für eingefleischte Motorsportfans. Obwohl er – aufgrund der Empfehlung seines Großvaters – die deutsche Staatsbürgerschaft immer behielt, fuhr er ausschließlich für Österreich als Formel-1-Pilot. Aufgrund seiner österreichischen Rennlizenz wurde er als Österreicher geführt. Der Waise wuchs bei seinen Großeltern auf, schon früh interessierte er sich für den Motorsport. Nach beruflichen Anfängen im familiären Importgeschäft begann er 1961 ernsthaft seine Karriere als Rennfahrer auf der Rennstrecke Innsbruck-Kranebitten mit einem "Simca".

Ab 1964 wurde er von "Ford Österreich" mit einem "Formel-2-Brabham-Cosworth" gesponsort. 1965 kam er ins Formel-1-Team von "Cooper", er erreichte den vierten Platz beim "Großen Preis von Deutschland" und den sechsten Platz beim "Großen Preis der USA". Die Österreicher waren längst stolz auf "ihren Fahrer" – spätestens als er den "Prix du Tyrol" gewann. Er heiratete die Finnin Nina Lincoln, 1968 bekamen beide eine Tochter. Rindt wohnte zuletzt am Genfersee in der Schweiz.

Er kam am 5. September 1970 beim Training zum "Großen Preis von Italien" in Monza ums Leben. Der Grund für den Unfall wurde nie geklärt, vermutet wurde ein Bruch der vorderen rechten Bremswelle seines "Lotus". Aufgrund seines Punktevorsprungs in dieser Saison ist er bis dato der einzige Rennfahrer, der posthum "Formel-1-Weltmeister" wurde – den Pokal bekam seine Witwe Nina. Rindt wurde auf dem "Zentralfriedhof Graz begraben.