Papst Benedikt XVI. in Österreich
Papst Benedikt XVI. in Österreich

Vom 7. bis 9. September 2007 besuchte Papst Benedikt XVI. Österreich. Sein Weg führte ihn anlässlich des 850-Jahres-Jubiläums der Wallfahrtsbasilika, am 8. September nach Mariazell. Voll mit Terminen war auch der 9. September in Wien und Heiligenkreuz: Benedikt XVI. feierte im Wiener "Stephansdom" einen Gottesdienst. Dabei rief er zur Unterstützung der "Allianz für den Sonntag" auf und erinnerte an den Wert und die Bedeutung des freien Sonntags. Ohne Liturgie werde dieser allerdings "zur leeren Zeit", so der Papst. Die freie Zeit braucht "eine Mitte – die Begegnung mit dem, der unser Ursprung und Ziel ist". Insgesamt nahmen mehr als 110.000 Gläubige trotz widrigen Wetters an den Feiern mit dem Papst teil, rund 1.700 Medienvertreter berichteten rund um die Uhr aus Österreich. Mehr als drei Millionen Zuseher verfolgten die Live-Übertragungen der Gottesdienste aus Mariazell und dem Stephansdom.

Am Nachmittag des 9. Septembers besuchte Benedikt XVI. das Zisterzienserstift Heiligenkreuz im Wienerwald, wo er meinte: "Nehmt Eure Stifte und Klöster als das wahr, was sie sind und immer sein wollen: nicht nur Kultur- und Traditionsträger oder gar bloße Wirtschaftsbetriebe. Struktur, Organisation und Ökonomie sind auch in der Kirche notwendig, aber sie sind nicht das Wesentliche."

Laut einer OGM-Umfrage gaben 62 Prozent der Befragten im Vorfeld des Papstbesuches an, dass sie den Papstbesuch als "sehr" oder "eher wichtig" sehen. Es gab auch gleich online ein Porträtbild vom Papst als Kunstdruck zu kaufen.

Bisher war es übrigens der letzte Papstbesuch in Österreich – und es sieht, trotz einer Einladung an Papst Franziskus anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums des Liedes "Stille Nacht", weiterhin nicht nach einer Österreichreise des Heiligen Vaters aus.