Seilbahnpionier Artur Doppelmayr - © APAweb / Stiplovsek Dietmar / picturedesk.com
Seilbahnpionier Artur Doppelmayr - © APAweb / Stiplovsek Dietmar / picturedesk.com

Artur Doppelmayr wurde am 16. September 1922 in Dornbirn geboren. Bereits sein Vater war als Unternehmer in Sachen Skisport unterwegs: Er baute 1937 den ersten Schlepplift in Zürs, der im Vergleich zum Vorgängermodell aus dem Jahr 1908 eine kleine Revolution darstellte. Das Seilbahngeschäft wurde bereits 1893 von Großvater Konrad Doppelmayer begründet.

Artur durfte in den 50er-Jahren an der TU Graz Wirtschaftsingenieur studieren – 1967 startete er seine Karriere im Seilbahnunternehmen Konrad Doppelmayer & Sohn.

Artur baute das Unternehmen rasch zum Weltmarktführer aus. 1973 wagte er als Erster die Errichtung einer kuppelbaren Gondelbahn in Mellau. Er war nicht nur Pionier und bewies Weitblick sondern behielt stets das internationale Geschäft im Auge. Er hatte fünf Kinder, was die Übergabe des mittlerweile auf Konzerngröße angewachsenen Unternehmens nicht einfach machte. Um das Jahr 2000 kam es zum Streit mit Sohn Michael. Grund war eine Fusion mit einem Schweizer Seilbahnunternehmen, die der Vater niemals eingegangen wäre. Artur verblieb ab 1994 mit zehn Prozent im Aufsichtsrat des Unternehmens. 1997 promovierte er mit der Doktorarbeit zu Seilbahnunfällen und wie diese vermieden werden können. Artur Doppelmayr bekämpfte noch 2006 in einer Anfechtungsklage Beschlüsse der Hauptversammlung der Doppelmayr Holding AG.

Artur Doppelmayr erhielt eine Vielzahl von Auszeichnungen – so das "Große Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg", das "Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich", die "Wilhelm-Exner-Medaille" für hervorragende Wissenschaftler und ihre Arbeit, wie auch das "Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich". Bis zu seinem Tod engagierte er sich in den Interessensvertretungen. Er starb am 12. Mai 2017 in Kärnten.