Das "20er Haus" im Schweizergarten - © ÖNB
Das "20er Haus" im Schweizergarten - © ÖNB

Die Weltausstellung im Jahr 1958 in Brüssel war Anlass für den Bau des Österreich-Pavillons, der anschließend als Museum für moderne Kunst in Wien genutzt werden sollte. Architekt Karl Schwanzer – er war unter anderem Planer des Hochhauses am Wienerberg aus den 60er-Jahren, das soeben als das "PhilsPlace", mit Appartements und Vorsorgewohnungen, eröffnet wurde – zeichnete für den Bau verantwortlich. Von 2009 bis 2011 wurde unter der Leitung von Architekt Adolf Krischanitz das Gebäude restauriert und erweitert. Der Österreich-Pavillon wurde bei der Weltausstellung mit dem internationalen Architekturpreis "Grand Prix 1958" ausgezeichnet. Der Bau war mit 35 Millionen Schilling im Vergleich zu den anderen Gebäuden der Weltausstellung sehr günstig. Errichtet wurde der Pavillon in Leichtbauweise aus Stahl, Heraklith, Kunststoff, Holz und Glas. Die modulare Konstruktion ermöglichte den Ab- und Aufbau an einem anderen Ort. Schwanzer leitete den Transport und den Wiederaufbau in Wien, der rund zwei Jahre dauerte. Das Holz wurde durch Beton ersetzt, Ziegel und Klinker wurde anstelle der Kunststoffteile verwendet. Das neu aufgebaute Museum wurde am 20. September 1962 eröffnet – und behauptete sich bis 2009 als Ort für künstlerische Visionen. Bald erhielt das neue Museum den Namen "20er-Haus" – nach dem Umbau und der Restaurierung erhielt es die Bezeichnung "21er-Haus". Heute heißt der Bau "Belvedere 21" – der Schwerpunkt ist weiterhin moderne Kunst.