Der Nationalpark "Hohe Tauern" erstreckt sich über die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol auf einer Fläche von rund 1.800 Quadratkilometer. Am 21. Oktober 1981 wurde der erste österreichische Nationalpark mit der Dreiländer-Vereinbarung ins Leben gerufen. Er ist zugleich der größte Nationalpark Österreichs und der Alpen von Mitteleuropa. Bemühungen, die "Hohen Tauern" unter einen besonderen Schutz zu stellen, gab es bereits 1910.

Mit Gletscherfeldern über rund 130 Quadratkilometer und beeindruckenden Talschlüssen, gibt es mit um die 1.000 verschiedene – vor allem private – Grundbesitzer, für einen Nationalpark ungewöhnliche Besitzverhältnisse. Der "Österreichische Alpenverein" besitzt rund ein Viertel der Fläche, die "Bundesforste" rund 20 Quadratkilometer.

Die höchsten Gipfel sind der "Großglockner" mit 3.798 Meter und der "Großvenediger" mit 3.662 Metern. Insgesamt gibt es in der Kulturlandschaft über 300 Berggipfel mit über 3.000 Meter, 342 Gletscher, 279 Bäche, 26 größere Wasserfälle und 551 Bergseen. Zu den bekanntesten Publikumsmagneten zählen die "Krimmler Wasserfälle", der Gletscherlehrweg "Innergschlöss" in Matrei und die "Franz-Josefs-Höhe" am Großglockner. Über die Großglockner-Hochalpenstraße kann das Gebiet vollständig durchquert werden.

Der Nationalpark "Hohe Tauern" will bedrohte Tierarten schützen und gilt weltweit als beachtetes Experiment in puncto Naturschutz. Ein Drittel aller in Österreich vorkommenden Pflanzenarten findet man hier. Rund 10.000 verschiedene Tierarten leben in den "Hohen Tauern". Das erarbeitete Schutzkonzept entspricht auch den Beurteilungen der Weltnaturschutzunion. Der Nationalpark "Hohe Tauern" ist als UNESCO-Welterbe eingetragen und seit 2006 von der Weltnaturschutzunion anerkannt.