Auch ich war "ein verschicktes Kind". Dankbar denke ich an die Zeit von Jänner bis Juli 1946: Mit einem Bahntransport des Roten Kreuzes durfte ich in die Schweiz nach Basel fahren. Ich kam in eine Arztfamilie, die es mir ermöglichte, die Kriegszeit innerlich aufzuarbeiten und zu Kräften zu kommen. Ich war das jüngste von sechs Kindern, so war diese Zeit auch eine große Erleichterung für meine Familie. In meiner Basler Familie gab es auch fünf Kinder, sodass mir die Eingewöhnung keine Probleme bereitete. Es war großartig, was diese Menschen für mich leisteten: Durch ihre Hilfeleistung haben sie prägend auf meine körperliche und seelische Entwicklung eingewirkt. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich noch immer Kontakt nach Basel zu dieser Familie haben darf!

lrmgard Mazal (Jg. 1935),

Hausfrau,

2102 Bisamberg