So um 1952 kauften sich meine Eltern ein Minerva Radio, das schon durch die schöne Verkleidung nach Luxus roch. Ich freute mich auf die Sendung "Autofahrer unterwegs", denn da war sehr viel Musik zu hören. Zur Zeit des Bundesheeres (1957) erwarb ich ein Kofferradio Marke "Trixi", das ich mitnahm, wenn ich mit meiner Freundin mit dem Motorroller auf ein Picknick in die Wachau fuhr. Meistens schaltete ich den Sender Luxemburg ein, denn der hatte die modernste Musik nach meinem Geschmack. Meine Mutter hörte gerne den Sender Niederösterreich, weil da viele Hörspiele waren. Bei meinem ersten Volkswagen (1963), war natürlich noch kein Radio eingebaut. Sogar beim später gekauften Citroen ID 19 im Jahre 1967 (wegen der exzentrischen Karosserie "Haifisch" genannt) war kein Radio dabei, obwohl der damals ein großes und teures Auto war. Ich musste separat eine Antenne und im Innenraum eine Halterung und Verbindung einbauen lassen für mein transportables Radio. Dieses nahm ich nach jeder Fahrt heraus und trug es in die Wohnung, aus Angst, dass das begehrte Objekt gestohlen werden könnte.

Wie schön haben wir es heute, wo die Radios bereits eingebaut und mittels Elektronik gesichert sind. Wie gut, dass man dadurch Entspannung beim Reisen hat und Verkehrsnachrichten einen vorzeitig vor Problemen warnen.

Hermann Greller (Jg. 1937),

ehem. Kaufmann,

1130 Wien