- © Gaschurnpartenen
© Gaschurnpartenen

Ein ganz besonderer Spaß war immer das Schuhe Einkaufen mit meiner Mama. Jedes Schuhgeschäft, das auf sich hielt, hatte nämlich noch bis zum Ende der 60er Jahre ein "Pedoskop" im Verkaufsraum stehen, und das fanden wir Kinder unsagbar toll! Damit stellt man fest, ob die neuen Schuhe groß genug waren und ob es für die Zehen noch Platz zum "Reinwachsen" gab.

So stellte ich mich beim jährlichen Schuhkauf auf das Treppchen, steckte meine Vorfüße in den Kasten und wackelt mit den Zehen. Dann schauten meine Mama, die Verkäuferin und ich durch die drei "Schauzylinder" (der war für Kinder sogar höhenverstellbar) und beobachteten mein Zehenspiel.

Dieses Gerät war nichts anderes als ein Röntgenapparat, doch weder die Verkäuferinnen noch die Eltern wussten oder ahnten damals, welch hoher Strahlendosis sie damit uns Kinder aussetzten. Sie fanden es schlicht und einfach praktisch und zweckmäßig. Aber wer weiß, wie die heutige Jugend in 50 Jahren über die Handy-Strahlung denkt.

Sylvia Festa (Jg. 1953),

Pensionistin,

1170 Wien