- © Gaschurnpartenen
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Um uns gesund zu ernähren, hatten wir einen Schrebergarten, da wurde alles angebaut - Salat Kräuter, Gemüse und auch Blumen. Denn Blumen einfach zu kaufen, war bei uns nicht üblich.

Schwimmen habe ich im Polizeibad an der Alten Donau gelernt, mit einem Schlauch eines alten Reifens. Sonntags spazierte ich mit meinem Vater nach Hietzing. Auf dem Rückweg brachten wir Kuchen aus der Konditorei mit. Ich entschied mich immer für eine Schaumschnitte. Der Boden war aus Blätterteig, darüber Eischneeschaum und oben eine Glasur aus Schokolade. Das war der Inbegriff von Glück für mich.

Auf dem Weg gingen wir an der Kaserne vorbei. Da ich recht neugierig war, wollte ich mir einen amerikanischen Soldaten genau anschauen. Der lachte über mich und schenkte mir dann einen Kaugummi. Ich habe ihn wochenlang gekaut und aufgeklebt und wieder in den Mund genommen. Ich glaube, meine Mutter hat ihn dann irgendwann entsorgt.

Sissy Fröhlich (Jg. 1950),

Drogistin,

1130 Wien