Am Freitag hat der Auftakt zur Blackout-Übung "ENERGIE 21", an der mehrere Bundesländer und unter anderem das Innen- sowie das Verteidigungsministerium beteiligt sind, am Fuße des Innsbrucker Hausbergs Patscherkofel stattgefunden. Die Übung ging von einer extremen Kälteperiode in Europa aus, die zu einem erhöhten Stromverbrauch und damit zu einer "Strom-Mangellage" und schließlich zum Blackout führt.

Der Initiator der Übung, Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), derzeit auch der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, gab am Freitag bei einer Pressekonferenz vor der Übung die Devise aus. "Wir müssen uns auf alle möglichen Szenarien vorbereiten". Man wolle mit dieser Übung aber "keine Angst in der Bevölkerung verbreiten", sondern vielmehr demonstrieren, dass man einen "klaren Plan" für den Blackout-Ernstfall habe.

Zwei Szenarien

Die Übung startete kurz vor 13 Uhr und bestand aus zwei konkreten Szenarien.

Im ersten Szenario wurde in der Zusammenwirkung von Tinetz-Mitarbeitern und dem Bundesheer ein Ersatzgestänge für die Wiederherstellung einer Stromversorgung errichtet. Zum Transport dieses 2,5 Tonnen schweren Konstruktes kam der Hubschrauber "S-70 Black Hawk", der von Einsatzfahrzeugen des Bundesheers flankiert wurde, zum Einsatz.

Im zweiten Szenario, bei dem eine Zusammenarbeit unter anderem von Bergrettung, Rotem Kreuz, Feuerwehr und Bundesheer demonstriert wurde, barg man schließlich auch mit dem Tiroler Landeshubschrauber Personen aus Patscherkofelbahn-Gondeln, die aufgrund des Stromausfalls zum Stillstand gekommen waren. Die Errichtung eines A1-Notfallcontainers inklusive 5G-Netz beschloss dieses Szenario und brachte die Übung zum Abschluss.

Übung auch in Wien und der Steiermark

In der Steiermark wurde laut steiermark.orf.at im Zuge der Übung "ENERGIE 21" ein länger anhaltender Stromausfall in mehreren Gemeinden geübt. Eine davon war in St. Michael. Wie auch in Tirol waren Private nicht betroffen.

In Wien bestand die vom Bund vorgegebene Aufgabe  darin, aufgrund von Energieknappheit den Stromverbrauch der Stadt um 20 Prozent zu senken. Innerhalb einer Stunde gelang es dem Energiebeirat entsprechende Maßnahmen zu erarbeiten, die der Einsatzstab des Krisenmanagements des Landes Wien umsetzen konnte.

Auch das Burgenland und Oberösterreich nahmen an der Übung teil. (apa, bs)