Buenos Aires. Die 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G-20) wollen die Entwicklung von Kryptowährungen wie Bitcoin in nächster Zeit aufmerksam beobachten. Konkrete Maßnahmen zur Regulierung beschlossen die G-20-Finanzminister und -Notenbankchefs auf ihrem Treffen in Buenos Aires erwartungsgemäß aber nicht.

Befürchtungen, dass Cyberdevisen für Steuerhinterziehung, Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus genutzt werden, hatten Forderungen nach einer stärkeren Kontrolle ausgelöst. Die G-20 einigten sich zunächst darauf, internationale Regulierungsbehörden mit der weiteren Beobachtung der Kryptowährungen zu beauftragen, ohne schon konkrete Maßnahmen zu ergreifen, wie aus dem Kommunique des Treffens am Dienstag hervorging.

Ein Grund für die Zurückhaltung liegt darin, dass die G-20 Bitcoin & Co als nicht bedeutend genug ansehen, um die Finanzmärkte zu gefährden. Der gesamte Marktwert von Kryptowährungen lag nach Einschätzung von Experten in der Spitze bisher bei weniger als einem Prozent des Volumens der Weltwirtschaft.