Der slowakische Außenminister Miroslav Lajcak schloss dagegen Änderungen am Austrittsvertrag aus. "Ich würde ihn nicht antasten", sagte er. Beim Brexit würden alle verlieren. Er wolle nicht, "dass die EU ein größerer Verlierer als das Vereinigte Königreich wird".

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn schlug vor, sich auf die Option einer Zollunion zu konzentrieren. "Damit könnte man die irische Frage lösen und man könnte auch ein Chaos verhindern am 30. März", sagte er in Brüssel. Ein Austritt Großbritanniens ohne Abkommen führe unweigerlich dazu, dass es wieder Grenzkontrollen und Zölle gebe. "Das will ja keiner", so Asselborn.

Er glaube nicht, dass May den Brexit-Plan "durch marginale Anpassungen" retten könne, sagte der spanische Außenminister Josep Borrell. Ihm zufolge gibt es inzwischen Spekulationen, den Brexit "für eine lange Zeit von fünf Jahren" zu verschieben, damit die Briten Zeit für ein zweites Referendum oder Neuwahlen bekämen. Er plädiere aber dafür, den Brexit "nicht zu einem chronischen Problem" ohne Ende zu machen. Eine Verschiebung des Brexit-Termins Ende März komme nur infrage, "wenn es einen guten Grund" gibt, sagte Lajcak. Sie könne nicht nur dazu dienen, "die Agonie zu verlängern".