P wie Plan B: Offiziell gibt es ihn nicht, hinter den Kulissen laufen aber natürlich trotzdem Vorbereitungen für den Fall der Fälle (Brexit). So ist es unter anderem möglich, dass kurzfristig ein Krisentreffen der EU-Gründerstaaten organisiert wird.

Q wie Queen: Wie bei allen politischen Themen verhält sich Königin Elizabeth II. neutral. Berichte der Boulevardzeitung "The Sun", die Königin habe sich eindeutig für einen Brexit ausgesprochen, brachten der Zeitung eine Rüge des britischen Presserats ein.

R wie Remain: Die offizielle Kampagne der Brexit-Gegner setzt vor allem darauf, die wirtschaftlichen Nachteile eines EU-Austritts hervorzuheben. Finanzminister George Osborne rechnete vor, dass ein Brexit jeden britischen Haushalt 4.300 Pfund (5.432,17 Euro) jährlich kosten würde.

S wie Schottland: Rund zwei Drittel der Schotten lehnen einen Brexit ab. Regierungschefin Nicola Sturgeon hat mehrmals mit einem zweiten Unabhängigkeitsreferendum in Schottland gedroht, sollte Großbritannien aus der Europäischen Union ausscheiden.

T wie TTIP: Das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU würde für Großbritannien nach einem Brexit nicht gelten. US-Präsident Barack Obama machte den Briten keine Hoffnung auf ein schnelles bilaterales Abkommen. Das Vereinigte Königreich stünde in dem Fall "am Ende der Schlange", warnte der US-Präsident.

U wie UKIP: Die euroskeptische Partei hat bei den jüngsten Kommunal- und Regionalwahlen deutlich hinzugewonnen. Sie gehört zu den Profiteuren der Debatte um den EU-Ausstieg. UKIP-Chef Nigel Farage und seine Parteifreunde sind aber nicht Teil der offiziellen Brexit-Kampagne.

V wie Vote Leave: Das offizielle Wahlkampfteam der Brexit-Befürworter. Erst im Februar sprang Londons Ex-Bürgermeister Boris Johnson auf den Zug auf. Er ist der prominenteste Vertreter der Kampagne.

W wie Wahlkampf: Der Wahlkampf wurde teils mit harten Bandagen geführt. Die Frontlinie verläuft mitten durch die Konservative Partei. Das ging so weit, dass eine konservative Abgeordnete ankündigte, Parteichef David Cameron werde im Falle eines Brexits oder eines knappen Siegs der EU-Befürworter "innerhalb von Tagen getoastet".

X wie Xenophobie: Fremdenfeindlichkeit wird den Brexit-Befürwortern immer wieder als Motiv vorgeworfen. Sie werden zuweilen auch spöttisch als "Little Englanders" bezeichnet. Ein Ausdruck für Menschen, die nicht über den eigenen Tellerrand hinausschauen können.

Y wie YouGov: Umfragen zum Referendum in Großbritannien gibt es wie Sand am Meer. Seriöse kommen unter anderem vom internationalen Meinungsforschungsinstitut YouGov.

Z wie Zusammenarbeit: Nach einem Brexit wird nichts mehr so sein wie früher - das sind die Warnungen aus Brüssel in Richtung London. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte jüngst, Großbritannien würde akzeptieren müssen, wie ein Drittstaat behandelt zu werden. Es werde keine besondere Wohlfühlbehandlung mehr geben.