London. Großbritannien strebt einem Zeitungsbericht zufolge nach dem Austritt aus der Europäischen Union für Nordirland einen Doppelstatus an, mit dem das Land sowohl zum Vereinigten Königreich als auch zur Union gehören würde. Ziel sei es, dass Nordirland freien Handel mit beiden Seiten betreiben könne, berichtete die Zeitung "The Sun" am Donnerstag unter Berufung auf einen Insider.

Brexit-Minister David Davis arbeite an einem entsprechenden Plan. Dieser sehe außerdem eine 16 Kilometer breite Pufferzone im Grenzgebiet zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland vor. In dieser könnten nach dem Brexit lokale Händler agieren, etwa Milchbauern. Die Einrichtung von Grenzkontrollposten solle durch die Pufferzone überflüssig gemacht werden.

Die Frage, wie Störungen im engverwobenen Handel zwischen Nordirland und Irland oder gar ein Wiederaufflammen des jahrzehntelangen Nordirland-Konflikts verhindert werden können, ist einer der zentralen Knackpunkte bei den Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritanniens Regierung und der Europäischen Union.