Zwei der vier Regisseurinnen im Wettbewerb wurden mit Auszeichnungen bedacht: Der Große Preis der Jury, der zweitwichtigste Preis des Festivals, ging an Mati Diop für ihren Film "Atlantique". In dem märchenhaften Drama erzählt die 36-jährige Französin eine tragische Liebesgeschichte im Senegal. Der Drehbuchpreis ging an die 40-jährige Französin Celine Sciamma für "Portrait on a Lady on Fire". Ihr praktisch ohne Männer auskommender und im 18. Jahrhundert spielender Film über eine Malerin, die sich in ihr Modell verliebt, war zuvor hoch gehandelt worden.

Den Regie-Preis konnte das belgische Brüderpaar Jean-Pierre und Luc Dardenne für "Le jeune Ahmed", das Porträt eines sich radikalisierenden 13-jährigen Muslims, entgegennehmen. Der Preis der Jury ging ex aequo an das Sozialdrama "Les Misérables" des jungen Franzosen Ladj Ly und an die Gesellschaftssatire "Bacurau" der Brasilianer Kleber Mendonca Filho und Juliano Dornelles.

Die Preisträger im Überblick:

Goldene Palme: Bong Joon Ho für "Parasite"

Großer Preis des Festivals: Mati Diop für "Atlantique"

Bester Schauspieler: Antonio Banderas in "Pain and Glory" von Pedro Almodovar

Preis der Jury: ex aequo an "Les Misérables von Ladj Ly und "Bacurau" von Kleber Medonca Filho

Beste Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne für "Le jeune Ahmed"

Beste Schauspielerin: Emily Beecham für "Little Joe" von Jessica Hausner

Bestes Drehbuch: Celine Sciamma für "Portrait d'une jeune femme en feu"

Besondere Erwähnung: Elia Suleiman für "It Must Be Heaven"

Camera d'or (Betser Erstlingsfilm): "Nuestras Madres" von César Diaz

Bester Kurzfilm: "La distance entre le ciel et nous" von Vasili Kekatos