Wiederbelebung, Fortführung, Einstellung

Das Schicksal vieler der berühmten Comics-Helden ist eng mit ihren Erfindern und Zeichnern verknüpft. Sterben die Zeichner, "sterben" oft auch deren Comic-Helden. Der großartige belgische Comic-Zeichner Hergé (eigentlich Georges Prosper Remi), Schöpfer von Tintin (deutsch: "Tim und Struppi"), verfügte sogar testamentarisch, dass nach seinem Tod niemand die Serie "Tim und Struppi" weiterführen dürfe.
Andere Zeichner regeln die Nachfolge bereits zu Lebzeiten: Der grandiose französische Bande-Dessineé-Zeichner (frz. bande dessineé = dt. Comic) Jacques Tardi feierte mit seinen Comics-Adaptionen der Romane von Leo Malet um den zynischen Detektiv Nestor Burma große Erfolge. Da er auch an anderen Werken arbeitete, wie "Die Macht des Volkes", einer erfolgreiche Adaption eines Romans von Jean Vautrin, suchte er einen Zeichner für die Nestor-Burma-Geschichten und fand diesen in Emmanuel Moynot, der damit als Comiczeichner seinen Durchbruch feierte.

Endlich: Neuer Asterix am 24. Oktober

Uderzo bei der Arbeit. Der neue Asterixband erscheint am 24. 10. 2013 - © Corbis
Uderzo bei der Arbeit. Der neue Asterixband erscheint am 24. 10. 2013 - © Corbis

Auch das künftige Schicksal von Asterix scheint gelöst. Der heute 86-jährige Zeichner Albert Uderzo übernahm nach dem frühen Tod des Asterix-Texters René Goscinny im Jahr 1977 auch das Texten in den folgenden Bände, konnte damit aber nach Ansicht der Kritik nicht mehr an die Brillanz von Goscinny anschließen. Aus Altersgründen suchte Uderzo nach Nachfolgern für Asterix und fand sie in Didier Conrad und Jean-Yves Ferri. Der am 24. Oktober erscheinende 35. Asterix-Band – "Asterix bei den Pikten" – stammt bereits von den beiden.

Mangas, Mangas, Mangas

Hierzulande ist weitgehend unbekannt, dass es, als Wilhelm Busch noch in der Schule das Zeichnen lernte, in Japan bereits eine florierende und interessante Manga-Szene gab. Allerdings hießen die Holzschnittbilder, die im 17. Jahrhundert in Japan aufkamen, zunächst Ukiyo-e. Von einem dieser Ukiyo-e-Meister soll auch der Begriff Manga stammen. Manga ist heute das japanische Wort für Comic. Strenggenommen sind Mangas Comics, die ausschließlich aus Japan stammen. Mittlerweile werden aber auch Comics als Mangas bezeichnet, die bloß typische Stilelemente dieser Comic-Art enthalten, egal, ob sie aus den USA oder Europa kommen.

Mit entsprechenden, modernen Drucktechniken starteten die Mangas Mitte des 19. Jahrhundert in Japan richtig durch. In Österreich und Deutschland dauerte es jedoch bis in die 1990er Jahre, bis Verlage und Konsumenten die Mangas entdeckten. Dafür war der Erfolg dann umso größer. Junge Comic-Leser können sich eine Comic-Literatur ohne Mangas heute wohl nicht mehr vorstellen. Allerdings lernten viele, die heute als Mangas erhältlichen Comics wie "Pokémon" oder "Dragonball" zunächst als Zeichentrickfilm (japanisch Animé) kennen und lieben.