Neue Orte, Leute, neue Kultur

Der Tischlerlehrling Gabriel Klein lacht, als er in einem Interview mit der "Wiener Zeitung" von seinem Auslandsaufenthalt in Malta erzählt. Total angegeben habe er vor seinen Kollegen damit, auf der kleinen Insel in einem Tischlereibetrieb gearbeitet zu haben. "Die Erfahrungen, die man dort macht mit neuen Leuten, einem neuen Ort, einer neuen Kultur, sind sehr wichtig", sagt Klein. Auf die Frage, ob er sich nun eher dazu bereit fühle, für einen Job ins Ausland zu ziehen, antwortet er klar mit ja: "Ich hab’ gemerkt, meine Englischkenntnisse reichen, um jetzt mit jedem Kunden zu reden, und ich könnte mir schon vorstellen, einen Aufenthalt im Ausland zu machen - ohne große Probleme."

Bei den Uhrenmachern in der Lorenz-Müller-Gasse sieht es anders aus als im Rest der Lehrwerkstätte. Statt großen Hallen gibt es hier einen kleinen Raum mit Werkbänken. Hinter ihren Monokel-Lupen sitzen Jugendliche in weißen Kitteln in Reih und Glied an Schleifmaschinen, um kleinste Gewinde zu bearbeiten. Jeder Nanomillimeter macht hier den Unterschied aus zwischen einer funktionierenden und einer kaputten Uhr.

Genauso wie die Lehrlinge in der Lorenz-Müller-Gasse wird wohl auch die Europäische Union noch lernen müssen, wie Maßnahmen in der Praxis am effizientesten ineinandergreifen, um die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen europaweit zu verringern.

Future Challenge

Bereits zum dritten Mal veranstaltet die "Wiener Zeitung" den Schüler-Video-Wettbewerb
#futurechallenge. Dieses Mal sucht die "Wiener Zeitung" den besten EU-Wahlspot, der auch die größten Skeptiker dazu bringt, bei der EU-Wahl im Mai 2019 teilzunehmen. Zugleich bietet die "Wiener Zeitung" den Leserinnen und Lesern einen Blick auf Europa aus einer dezidiert jungen Perspektive: In einer achtteiligen Serie
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