Er hat bloß eine Unterhose an, in einem der Trailer zur Sky-Serie "The New Pope" (dt. Der neue Papst): Jude Law hat die Hüllen fallen lassen, so wird zumindest vonseiten der Macher die Werbetrommel gerührt. Bei "The New Pope" handelt es sich um die Nachfolgeserie von "The Young Pope", die 2016 erschien; die neue Serie wurde erneut von Italiens Regie-Veteran Paolo Sorrentino inszeniert und ist neben Jude Law auch noch mit John Malkovich überaus prominent besetzt. Dass die Serie ihre Premiere bei einem Kinofestival feiert, illustriert das neue Selbstverständnis von Venedig als offene Filmschau für alle Genres und Sparten - bereits im Vorjahr war die Präsenz von Netflix & Co. hier extrem hoch, am Ende gewann mit "Roma" sogar ein Netflix-Film den Hauptpreis.

Jude Law spielt wieder einen Papst. In "The New Pope" trägt er bloß Unterhosen. - © Sky
Jude Law spielt wieder einen Papst. In "The New Pope" trägt er bloß Unterhosen. - © Sky

In "The New Pope" spielt Jude Law erneut die Rolle von Lenny Belardo, der als Pius XIII. zum ersten amerikanischen Papst der Geschichte gewählt wurde. Nachdem Belardo allerdings ins Koma gefallen war, wurde John Brannox (Malkovich) an seiner statt als Papst installiert und nannte sich John Paul III. Im Verlauf der Serie geschehen einige Wunder, der junge Papst Pius XIII. erwacht aus dem Koma und beide Päpste müssen lernen, nebeneinander zu wirken.

Wegen Sorrentino zum Papst gewählt: John Malkovich - © Katharina Sartena
Wegen Sorrentino zum Papst gewählt: John Malkovich - © Katharina Sartena

Das Festival zeigte zwei Episoden der neunteiligen Serie, und in besagter Unterwäsche-Szene gibt es zudem noch jede Menge Frauen, die Belardo in Augenschein nehmen. "Sie werden sich wundern, dass diese Szene nicht jene ist, in der ich am wenigsten anhabe", sagte Law bei der Präsentation der Serie. "Es gibt auch eine Szene, in der mich nur eine Serviette bedeckt. Das war das kleinste Kostüm, das ich je für einen Film getragen habe".

Für Malkovich war Paolo Sorrentino der wichtigste Grund, das erste Mal überhaupt für eine TV-Serie vor der Kamera zu stehen. "Der Vatikan oder andere religiöse Dinge interessieren mich nicht wirklich", sagt Malkovich. "Aber Sorrentino hat die erste Serie so aufgeladen mit unerwarteten Wendungen und seiner einzigartigen Vision, dass ich gerne zugesagt habe".