Es gab in der Vergangenheit immer wieder Verbote und Vorschriften, etwa die Katalysatoren in Autos. Oder das Verbot von FCKW in Kühlschränken und Spraydosen. Wegen der Haarsprays gab es damals schon Aufregung, aber sie hat sich gelegt. Die Frisuren haben sich seit den 1980ern halt verändert.

Wichtig ist, dass es Alternativen gibt. Dann finden die Dinge ihre Akzeptanz. Zivilisation und Zusammenleben auf engstem Raum funktioniert nur dann, wenn es Regeln gibt. Dazu gehört es in Zukunft auch, das Klima zu schützen. Denn wenn wir es nicht schaffen, wird das Zusammenleben sehr schwierig werden. Bestimmte Dinge werden eben nicht mehr angewendet werden. Aber keiner, der auf eine Ölheizung verzichtet, muss in der kalten Jahreszeit frieren. Denn es gibt marktfähige Alternativen. Und niemand, der Mobilität haben will, wird in zehn oder zwanzig Jahren ein benzin- oder dieselgetriebenes Auto benötigen. In bestimmten Bereichen wird es schneller gehen, in anderen länger dauern.

Eigentlich zeigen die Beispiele aus der Vergangenheit, dass es die Technik mit den Alternativen immer hinbekommen hat. Wenn sie musste, ist es gegangen. Es gibt sogar wieder gute Haarsprays.

Genauso ist es. Und insofern braucht man nicht nur pessimistisch sein. Und was wirklich hilft, ist die Preisdegression bei den alternativen Stromerzeugungstechnologien, bei der Elektromobilität. Wäre das alles so teuer wie vor fünf Jahren, wäre es wirklich schwierig. Es gibt Bereiche, etwa in der Eisen- und Stahlproduktion, in denen man in den nächsten zehn Jahren vermutlich noch nicht so weit sein wird. Aber Ölheizungen braucht man heute schon nicht.