Alpbach. Für einen Fokus auf Stärkefelder und Anwendungen bei gleichzeitiger Offenheit für Neues durch eine Anhebung von themenoffenen Basisförderungen plädierte ein prominentes Podium bei der Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche.

In der nächsten Runde der Verhandlungen zum Pakt für Forschung und Technologieentwicklung für 2024-2026 müsse es um vorausschauende, langfristige Investitionen in Schlüsseltechnologien gehen, die helfen, auf die Unsicherheiten einer von Krisen gebeutelten Welt zu reagieren. Darüber waren sich Wirtschaftsminister Martin Kocher, Wissenschaftsminister Martin Polaschek und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler einig. Als Schwerpunkte wurden die Energiewende und die Transformation zur Kreislaufwirtschaft in Europa, Elektronik und Digitalisierung genannt.

Mehr geopolitisches Selbstbewusstsein in Europa und ein Zusammenwirken von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft wünscht sich der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Christoph Neumayer: Neue Abhängigkeiten seien unbedingt zu vermeiden. In Österreich kommen private Unternehmen für zwei Drittel der Forschungsmittel auf. Dieser Anteil sei "in den vergangenen beiden Jahren um weitere drei bis vier Prozent" gestiegen. "Laut einer Untersuchung, die wir noch nicht veröffentlich haben, sagen diese Unternehmen, dass sie bis 2025 den Anteil weiter, und zwar um 18 Prozent, steigern wollen", sagte Neumayer. (est)