Ich bin zufrieden, weil der ERC 17 Prozent des Gesamtbudgets bekommt. Das ist eine Steigerung und angesichts der Wirtschaftskrise und der Unwilligkeit der Mitgliedsstaaten, mehr ins EU-Budget einzubezahlen, die beste Lösung, die man erreichen konnte.

Ende des Jahres endet Ihr Amt als ERC-Präsidentin. Was haben Sie erreicht, welche Aufgaben bleiben?

Was wir erreicht haben, ist das Prinzip der wissenschaftlichen Exzellenz als das einzige für die Vergabe von ERC Grants zu verankern. Und wir haben dem Nachwuchs Priorität eingeräumt. Am Anfang haben wir zwei Drittel Advanced Grants für etablierte Forscher vergeben, heute gehen zwei Drittel an den Nachwuchs mit den Starting Grants. Noch nicht erreicht haben wir einen strukturellen Effekt in ganz Europa. Damit alle Länder gleich gut sind, müssten vor allem die Universitätsstrukturen weiter reformiert werden. Das geht mir zu langsam.