Wien. "Warum dauern die Asylverfahren so lange?" "Warum werden Flüchtlinge abgeschoben?" Die Fragen der Schülerinnen und Schüler sind konkret und meist ist den Videos, die sie zur "Future Challenge" der "Wiener Zeitung" eingereicht haben, eine große Betroffenheit über die Lage geflüchteter Menschen in Österreich anzumerken.

Vor einem Jahr startete der Videowettbewerb "Future Challenge - Alle reden über Flüchtlinge, aber was sagt die Jugend?". Mehr als 60 Schulen aus ganz Österreich haben sich beteiligt, über 70 Filme wurden bei der "Wiener Zeitung" eingereicht. Ab sofort stehen diese Kurzvideos unter www.wienerzeitung.at/youtube für alle Leserinnen und Leser der "Wiener Zeitung" bereit zum Ansehen, Teilen und Liken. Die Videos, die am häufigsten geteilt und "geliked" werden, kommen auf eine Shortlist und haben Chancen, unter die drei besten Arbeiten zu kommen, die Ende Mai bei einem festlichen Abschlussevent prämiert werden.


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Die Playlist:
www.wienerzeitung.at/youtube
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"Wir möchten mit der "Future Challenge" erreichen, dass die Meinung von Jugendlichen zum Thema Flucht gehört wird", sagt Wolfgang Riedler, Geschäftsführer der "Wiener Zeitung". Die Schüler und Schülerinnen formulieren am Ende der Videos Fragen an Politik und Gesellschaft. Diese Fragen werden bei der Abschlussveranstaltung am 30. Mai in Wien in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern und Vertreterinnen aus Politik und Gesellschaft diskutiert.

Die Diskussion wird in jedem Fall spannend werden: In den kurzen, meist nur dreiminütigen Videos gelingt es den Schülern und Schülerinnen oftmals, den Finger präzise in die moralischen Wunden unserer Gesellschaft zu legen. "Wo gehtstn hi, wenn kua huamat mea host?", fragt etwa eine Klasse der HAK Frauenkirchen im Burgenland in einem Schwarz-Weiß-Video rhetorisch. "Gewalt ist die letzte Zuflucht der Unfähigen - doch die einzige Lösung der Mächtigen", heißt es in dem Video des BRG Wallererstraße aus Wels. Und: "By the way, warum redet man von ‚ihnen‘, wo wir doch ein ‚wir‘ sind und unseren Nächsten lieben?"

Es gibt also viel zu diskutieren. Ein Blick in die Playlist lohnt!