Gekicher, mehrere Standortwechsel, der Versuch, entspannt zu lächeln: Das große Abschlussfoto mit dem Bildungsminister war eine letzte Geduldsprobe für die jugendlichen Gewinner, bevor sie ihre Awards entgegennehmen konnten.

Der Videowettbewerb Future Challenge 2017/18 von Wien Energie und "Wiener Zeitung" zum Thema "Leben 2030" ging am 5. Juni festlich und stimmungsvoll mit der Preisverleihung für die Gold, Silver und Bronze Awards sowie den Special Award der Redaktion zu Ende.

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Gewonnen haben: Gold Award  für die HTL Donaustadt für den Film "Leben 2030". Silver Award für die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik bafep21 für den Film "From the Basics to the Future". Bronze Award für die HTL Villach für den Film "Die Welt in 2030". Der Special Ward der  Redaktion der "Wiener Zeitung" ging in diesem Jahr an die HLWM Annahof für den Film "Our Choice".

Moderatorin Mona Müller vom Fernsehsender "w24" führte am 5. Juni 2018 durch einen spannenden und nachdenklich machenden Abend im Naturhistorischen Museum in Wien. Bildungsminister Heinz Faßmann hielt vor der feierlichen Preisverleihung vor dem zahlreichen, meist jugendlichen Publikum eine persönliche Keynote und zeigte sich beeindruckt vom kreativen Schaffen der Schüler.

Vor der Verleihung der Gold, Silver, Bronze und Special Awards bei der Gala zum Videowettbewerb  Future Challenge: Peter Gönitzer, Geschäftsführer von Wien Energie und  Wolfgang Riedler, Geschäftsführer der "Wiener Zeitung" mit Moderatorin Mona Müller (w24). - © Simon Rainsborough
Vor der Verleihung der Gold, Silver, Bronze und Special Awards bei der Gala zum Videowettbewerb  Future Challenge: Peter Gönitzer, Geschäftsführer von Wien Energie und  Wolfgang Riedler, Geschäftsführer der "Wiener Zeitung" mit Moderatorin Mona Müller (w24). - © Simon Rainsborough

Überzeugende Filmbeiträge

Die diesjährige Future Challenge ist bereits die zweite der "Wiener Zeitung": Im Schuljahr 2016/17 fand der Videowettbewerb für Schüler höherer Schulen zum ersten Mal statt; damals zum Thema Flucht. In diesem Jahr war "Leben 2030" das Thema und 61 Schulen aus ganz Österreich haben kurze Filme eingereicht.

Im Publikum: Die Preisträger und die Expertenjury (Nina Kusturica, 1. Reihe, 3.v.l., daneben Christiane Spiel, Paul Poet und Alexander Eppler) mit Bildungsminister Heinz Faßmann (1. Reihe, 2. v.r.) - © Simon Rainsborough
Im Publikum: Die Preisträger und die Expertenjury (Nina Kusturica, 1. Reihe, 3.v.l., daneben Christiane Spiel, Paul Poet und Alexander Eppler) mit Bildungsminister Heinz Faßmann (1. Reihe, 2. v.r.) - © Simon Rainsborough

"Wiener Zeitung"-Chefredakteur Walter Hämmerle, der im Anschluss an die Preisverleihung durch die Podiumsdiskussion führte, befand die Arbeiten dieses Jahres für "schlicht und einfach Oscar-würdig". Auch wenn es wohl nicht immer für einen Oscar gereicht hätte: Die Entscheidung für den Special Award der Redaktion sei der Redaktionsjury "sehr schwer" gefallen, weil alle 61 zur Future Challenge eingereichten Videos technisch und inhaltlich überzeugten.

Der Expertenjury, bestehend aus Alexander Eppler, Bildungsbeauftragter der Wirtschaftkammer Wien, Regisseurin Nina Kusturica, Regisseur Paul Poet und Bildungspsychologin Christiane Spiel, ging es ähnlich. Zwar hatte diese Jury "nur" aus jenen zehn Videos zu wählen, die nach einem öffentlichen Voting auf der Videoplattform YouTube die meisten
Likes bekommen hatten, aber auch das sei "nicht leicht" gewesen.

Im Gespräch nach der Preisverleihung: Regisseurin Nina Kusturica (l.) und Bildungspsychologin Christiane Spiel (2.v.l.), beide Mitglied der Expertenjury des Videowettbewerbs Future Challenge, mit Schülerinnen. - © Simon Rainsborough
Im Gespräch nach der Preisverleihung: Regisseurin Nina Kusturica (l.) und Bildungspsychologin Christiane Spiel (2.v.l.), beide Mitglied der Expertenjury des Videowettbewerbs Future Challenge, mit Schülerinnen. - © Simon Rainsborough

"Zu viel Zeit online"

In diesem Jahr ging es um ein Zukunftsthema: Leben 2030. Wien Energie und "Wiener Zeitung" wollten heuer wissen, mit welchen Erwartungen junge Menschen in die nahe Zukunft blicken. Freut sich diese Generation auf ihr Leben in zwölf Jahren? Welche technologischen oder sozialen Entwicklungen sind für junge Menschen relevant? Was sind ihre Forderungen an die Politik?

Die filmischen Antworten waren nicht ganz einfach zu verdauen: In den meisten der 61 eingereichten Arbeiten wird die Zukunft in den dunkelsten Farben geschildert. Die 14- bis 19-jährigen Schüler halten es für möglich, dass Natur, Gemeinschaft und menschliche Kreativität vollständig verschwinden. Speziell Digitalisierung, Umweltzerstörung und Urbanisierung werden als Probleme gesehen.