Festival-Intendant Karl Regensburger. - © apa/G. Hochmuth
Festival-Intendant Karl Regensburger. - © apa/G. Hochmuth

Wien. (vf) Mit Johann Kresniks "Macbeth" " wurde am 11. Juli das diesjährige Impulstanz-Festival eröffnet, 14 Tage später verstarb der Pionier des choreografischen Theaters 79-jährig. Ihm widmet der Intendant Karl Regensburger die heurige Ausgabe des Tanzfestivals, wie er bei der Abschlusspressekonferenz am Donnerstag tief betroffen bekannt gab. "Ein kompromissloser, einzigartiger Künstler" war Kresnik, so der künstlerische Leiter und Festival-Mitbegründer Ismael Ivo. Kresnik hätte ihn "künstlerisch adoptiert" und vielfach mit ihm zusammenarbeitet.

Kresniks Werk zählte heuer zu den ausverkauften Produktionen einer dichten Festivalausgabe: 80.000 zahlende und 56.000 Besucher bei freiem Eintritt bei 145 Vorstellungen, 240 Workshops mit rund 3000 Besuchern aus 100 Ländern, Parties und sonstige Festival-Events deren Gesamtauslastung voraussichtlich über 97 Prozent liegen wird - das Festival läuft noch bis Sonntag, 11. August. "Manch Teilnehmer besuchte bis zu 18 Workshops und hat es überlebt", meinte Workshop-Leiter Rio Rutzinger, auch sei die Buntheit und Diversität des Festivals eine Bereicherung für die Stadt Wien, die mit 2,45 Millionen Euro am Gesamtbudget von sechs Millionen beteiligt ist. Mit 550.000 Euro unterstützt der Bund. 1,65 Millionen Euro werden an den Kassen erwirtschaftet, den Rest ergänzen Sponsoren, Kooperationen, Stiftungen und EU-Förderungen. Im Zuge dessen verriet Regensburger "sein Geheimnis des erfolgreichen Impulstanz-Festivals": "Aktivitäten, die einander befruchten."

Zum Abschluss eine Party

Die letzten Tage zeigen noch einige Höhepunkte: darunter ein zusätzliches "Selfie-Concert" von Festivalfixstarter Ivo Dimchev, die Zusammenarbeit von Florentina Holzinger und Cecilia Bengolea für "Insect Train", Xavier Le Roys "Sacre de Printemps" oder auch Helene Weinzierl/CieLaroque mit "As far as we are" - und steuern mit der Abschlussparty "B-side" am Freitag im Kasino am Schwarzenbergplatz auch auf ihren sozialen Höhepunkt zu.