"Wir haben keine Mühe, aber Kosten gescheut", witzelt Karl Regensburger, der Intendant des Impulstanz-Festivals, am Mittwoch bei der Präsentation des diesjährigen Programms, das "dicht und mit viel Herzblut" aufgestellt wurde. 

Mit der eher rhetorischen Frage: "Was haben wir gekocht?", startet Regensburger die Aufzählung der kommenden Performances, die vom 7. Juli bis zum 7. August in ganz Wien stattfinden werden: 54 Produktionen werden in 20 Wiener Spielstätten zwischen Burgtheater und dem Goethehof in Kaisermühlen zu sehen sein, darunter 15 Uraufführungen und 23 österreichische Erstaufführungen. Die Künstler stammen aus 30 Ländern von Kanada bis Simbabwe, 21 Produktionen kommen aus Österreich. Ein umfassendes Programm also, nachdem 2020 das Festival aufgrund von Corona abgesagt wurde und 2021 eine äußerst schlanke Version stattfand.

Das Festival startet am 7. Juli gleich mit einem Weltklassiker: Pina Bauschs 2006 uraufgeführtes Werk "Vollmond" wird im Burgtheater als österreichische Erstaufführung gezeigt. Die belgische Starchoreografin und häufiger Gast bei Impulstanz, Anne Teresa de Keersmaeker, zeigt in "Mystery Sonatas/for Rosa" Tanz zu Heinrich Ignaz Franz Bibers "Mysteriensonaten" und "All the good" bringt Jan Lauwers mit seiner Needcompany auf die Bühne des Volkstheaters. Weitere Höhepunkte sind Akram Khan mit der Neuinterpretation des "Dschungelbuchs", Dada Masilo mit "The Sacrifice", einer Bearbeitung von "Le sacre du printemps", oder auch Wim Vandekeybus mit seinem Ensemble Ultima Vez, die zwei Performances zeigen werden: "Hands do not touch your precious me" und "Scattered memories".

"Modern Chimeras" von Chris Haring wird als Uraufführung zu sehen sein, und auch Florentina Holzinger darf im diesjährigen Programm nicht fehlen. Sie gastiert mit "Tanz", ihrer "sylphidischen Träumerei in Stunts".

Im Arsenal werden darüber hinaus 227 Workshops abgehalten. "Wir werden eine gute Kondition brauchen!", warnt Regensburger schon vorab.