Unter äußerst schwierigen Bedingungen hätte das diesjährige Festival stattgefunden, sagt der Impulstanz-Intendant bei der Abschlusskonferenz am Donnerstag wenige Tage vor dem endgültigen Ende am Sonntag. Neben Anreiseschwierigkeit von Ensembles aufgrund von Flugstornierungen und dem "Gfrast", das Covid-Virus, das im Workshop-Büro vier von sechs Mitarbeitern heftig erwischte, sei man dennoch eine "glückliche Team-Mannschaft". Immerhin könne man bis Festival-Schluss eine Auslastung von rund 96,5 Prozent mit einer Gesamtbesucherzahl von 137.700 verzeichnen - davon 86.700 zahlende Besucher und 51.000 Besucher bei freiem Eintritt.

Das diesjährige Festival zeigte 17 Uraufführungen und 23 österreichische Erstaufführungen. Insgesamt gab es bei 54 Produktionen 122 Vorstellungen - inklusive 11 Zusatzvorstellungen aufgrund der hohen Nachfrage. Zu Gast waren 46 Kompagnien beziehungsweise Künstlerinnen und Künstler. Zu den Performances gab es ein breites Rahmenprogramm mit Installationen, Ausstellungen und Diskussionen sowie 230 Workshops mit insgesamt 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Impulstanz-Intendant Karl Regensburger. - © apa / G. Hochmuth
Impulstanz-Intendant Karl Regensburger. - © apa / G. Hochmuth

Im Rahmen der "Public Moves"-Schiene, das sind niederschwellige Workshops in ganz Wien bei freiem Eintritt, wurden 128 Tanzklassen an fünf Orten abgehalten. Fünf Tage vor Ende der Veranstaltungsreihe hatten sich 8.000 Interessierte dafür angemeldet. Einer dieser Orte ist vor dem Museumsquartier, wo nicht nur auf der Tanzfläche, sondern bereits auch auf den Wegen rundherum mitgetanzt wird. "Noch gelingt es uns, die 2er Linie freizuhalten", meint Regensburger sichtlich erfreut über das rege Interesse.

Auch verwies Regensburger auf noch ausstehende Highlights wie etwa "Radio Concert" des spanischen Star-Flamenco-Tänzers Israel Galván, das am Freitag, 5. August, im Radiokulturhaus stattfinden wird. Die Geräusche seines Tanzes wie etwa das rhythmische Klatschen werden dabei für eine Musik-CD aufgenommen. Viele Karten für die restlichen Performances gibt es nicht mehr: "Das ist ein schönes Gefühl, aber auch ein trauriges", so Regensburger. "Immerhin wollen wir alle, die sich dafür interessieren, in den Theatern haben."