Was passierte denn?

Das werde ich Ihnen nicht sagen, denn es ist eine Überraschung des Stücks. Aber jedes Wort, das auf der Bühne gesprochen wird, ist real aus einem Interview. Liebe und Sex sind nur ein Fenster zu viel komplizierteren, faszinierenden Themen. Mehr kann ich jetzt nicht sagen, denn dann wäre es ja keine Überraschung mehr.

Ist es ein Stück von Männern für Männer?

Es gibt auch zwei Performerinnen - und sieben Männer. Und Frauen werden erstaunt sein, was in einem Männerkopf so vor sich geht. Aber: Es ist ja kein Stück über alle Männer dieser Welt. Sechs Charaktere mit sehr unterschiedlichen Ansichten und Meinungen zeigen wir. Interessante Aspekte über einige Männer, in denen man vielleicht den einen oder anderen wiedererkennt.

Gibt es eine Botschaft, die Sie vermitteln wollen?

In diesem Stück werden Sie es noch sehen. In den letzten zwei Werken waren die Aussagen ganz klar und deutlich: Menschen müssen die Möglichkeit haben, Religion zu kritisieren, wenn sie gegen die Menschenrechte verstößt. Meine Aussage ist klar: Wenn Religionen benutzt werden, um Frauen, Homosexuelle oder andere Religionen zu verdammen und zu bestrafen, ist das nicht akzeptabel. Das ist ganz offensichtlich. Aber ich fürchte, dass die gesellschaftliche Mittelschicht in England dies nie aussprechen würde.

Weshalb?

Indem sie die Komplexität der Argumente vermeiden, fallen sie in dumme Plattitüden wie der "Islam ist eine Religion der Diebe". Das heißt nicht, dass es keine Problematiken mit anderen Religionen gibt, aber ich habe mich speziell damit beschäftigt. Viele Menschen auf dieser Welt sind umgebracht, ermordet worden, weil sie die Kühnheit besaßen, eine andere Meinung zu fundamentalistischen Islamisten zu haben. Wir als demokratische Gesellschaft müssen alles Mögliche tun, um Menschen zu Diskussionen zu ermutigen. Auch wenn sie sich dabei ein wenig unwohl fühlen.