Kunst für jederkatz ist das Anliegen der Hersteller.
Kunst für jederkatz ist das Anliegen der Hersteller.

Katzen und Computer, das war lange Zeit eine problematische Beziehung. Zwei Apps für das iPad bringen zusammen, was nach felinem Verständnis zusammengehört. Und noch dazu kostenlos.

Man tippt. Die Katze kommt und springt auf den Schoß. Das Spiel mit den Tasten gefällt ihr, weshalb sie sich daran beteiligt. Solcherart entstandene Texte lassen Chefredakteure verzweifeln und Mailempfänger nach dem psychosozialen Notdienst rufen.

Also setzt man die Katze auf den Boden. Sekunden später springt sie auf den Schreibtisch und legt sich auf die Tastatur. Die Botschaft ist klar: Wenn du mir den Spaß verdirbst, darfst du auch nicht spielen.

Dieser Konflikt prägte seit der Erfindung des Personal Computers Millionen Haushalte. Doch dann kam Nate Murray. Der Programmierer fand eine ebenso einfache wie geniale Lösung. Er stellt der Katze ein eigenes Gerät mit zielgruppenspezifischer Software zur Verfügung.

Die Hardware war schnell gefunden: Leicht, flexibel, kratzfest, das konnte nur das iPad sein. Als erstes App schrieb Murray ein Spiel, bei dem Katzen einen Leuchtpunkt verfolgen. Die kostenpflichtige Erweiterung mit der Jagd nach gezeichneten Mäusen, zeigt, dass der junge Mann auch etwas vom Geschäft versteht. Inzwischen liegt das Game for Cats in der Version 1.6 vor, in dem katze auch Schmetterlinge jagen und gegen einen menschlichen Gegner mit einem iPhone antreten kann.

Mit ihrem zweiten App wollen Murray und der Grafiker TJ Fuller den Künstler in der Katze aktivieren. Das von Feliden bis zur Größe eines Tigers getestete Programm reagiert auf Tapser, Nasenstupser und Prankenhiebe mit Farbflecken, die sich zu kräftigen Bildern kombinieren. Das Ergebnis lässt sich speichern und bearbeiten. Man darf gespannt sein, wann die ersten Produkte der Cat Art auf dem Kunstmarkt auftauchen.