Im Kino sind sie meist die Helden: Jene Männer und Frauen, die Geheimnisse aufdecken und damit den Weltfrieden sichern oder gleich die ganze Welt retten. Natürlich sie werden verfolgt. Müssen brenzlige Situationen überstehen. Werden gejagt, finden einen edlen Helfer und schaffen es am Ende das Gute zum Erfolg zu führen. Soweit die Filmwelt.

In der Realität wird man als Geheimnisträger oder Geheimdienstmitarbeiter selten zum Helden, wenn man dubiose Vorgänge aufdeckt oder lautstark kritisiert. Gejagt wird man. Per Haftbefehl gesucht. Egal, ob WIkileaks oder NSA, ob Ost oder West. Selten schafft man es sich öffentlich Gehör zu finden, aber auch dies macht das Leben nicht einfacher.

Geheimdienste spionieren, das ist ihr Job

Die letzten Wochen haben eines deutlich gezeigt: Geheimdienste spionieren. Sie sammeln Daten. Dies sollte eigentlich nicht überraschen, dafür sind sie da.Da sist ihr Job. Dank Terrorismusgesetzen oder staatlicher Unterstützung werden auf breiter Basis Datengesammelt, Gespräche abgehört und Internetdaten abgefangen. Da beschwert sich Peking über Washington und umgekehrt. Macht Großbritannien seinem James Bond alle Ehre und mittendrin die Bürger. Diese müssen allem Anschein nach zusehen, wie Gespräche und Internetdaten ausgewertet werden. Das Internet macht die Welt zum globalen Dorf. Die Frage, ob die Behörden dies überhaupt dürfen, scheint eine zu sein, auf die man keine Antwort bekommt.

Die Diskussion über die Geheimdienste und ihre Aufgaben wird noch einige Zeit andauern. Ob sich wirklich etwas ändern kann und wird, muss sich zeigen. Allerdings zeigt der Fall des Edward Snowden eindringlich wie selbst Demokratien mit ihren Geheimnisse umgehen. Gar nicht zu denken, was in Diktaturen passiert. Obwohl es den Anschein hat, dass die Unterschiede verschwindet sind.

Die Irrfahrt des Edward Snowden
Der wegen der Enthüllung von Geheimdienstaktivitäten von der US-Justiz gesuchte Computerexperte Edward Snowden will Zuflucht in Ecuador suchen. Der 30-Jährige beantragte nach ecuadorianischen Angaben politisches Asyl in dem südamerikanischen Land und machte sich laut der Enthüllungsplattform Wikileaks bereits auf den Weg dorthin. Die US-Behörden erklärten den Pass Snowdens, der am Sonntag zunächst von seinem Aufenthaltsort Hongkong nach Moskau gereist war, für ungültig.