Paris/Washington/Brüssel. Frankreich fordert wegen der Spionagevorwürfe gegen die USA einen Aufschub der Verhandlungen über das geplante transatlantische Freihandelsabkommen. "Es geht nicht darum, die Verhandlungen abzubrechen, (...) aber es erscheint uns klug, sie zeitweise auszusetzen", sagte Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem am Mittwoch in Paris. Angemessen könne beispielsweise eine Unterbrechung von 14 Tagen sein.

In dieser Zeit könnten die USA die geforderten Informationen zu den Spionagevorwürfen bereitstellen. Die EU-Kommission hatte am Dienstag mitgeteilt, am Termin für das erste Treffen über ein Freihandelsabkommen mit den USA am 8. Juli in Washington festzuhalten. Sie hat das Mandat dafür.