La Paz/Wien/Genf. Die Botschaft Boliviens bei den Vereinten Nationen in Genf hat eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters richtiggestellt, wonach Botschafter Sacha Llorenti Soliz angeblich erklärt hatte, Österreich habe den bolivianischen Präsidenten Evo Morales auf Befehl der USA"gekidnappt" und mit dieser Aktion einen "Akt der Aggression" begangen und das Völkerrecht verletzt.

In einer am Donnerstag dem österreichischen Innenministerium übermittelten Erklärung heißt es dagegen: "Es gibt kein Problem in den Beziehungen mit Österreich. Wir sind im Gegenteil dankbar, dass wir dort landen konnten. Der Ärger Boliviens richtet sich gegen die USA und die Länder, die das Präsidentenflugzeug gehindert haben, durch ihren Luftraum zu fliegen".

Fotostrecke 1 Bilder

Morales, der bis Mittwoch Mittag rund 13 Stunden auf dem Wiener Flughafen festgesessen war, war von Bundespräsident Heinz Fischer und Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) besucht worden. Vor seiner Weiterreise hatte sich Morales für die "exzellente Behandlung" durch Österreich bedankt.