New York. Die Hacker-Attacke gegen die US-Großbank JP Morgan hat offenbar größere Ausmaße als bislang angenommen. Wie die größte US-Bank mitteilte, erbeuteten die Angreifer bei der bereits Ende August bekanntgewordenen Attacke persönliche Daten von 76 Millionen Haushalten. Betroffen seien damit rund 83 Millionen Personen. Die Hacker hätten Zugriff auf Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mailadressen gehabt, teilte die Bank mit. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass auch noch sensiblere Kundendaten wie Kontonummern, Passwörter oder Benutzernamen erbeutet worden seien, versicherte das Institut. Der Angriff ist eine der bislang größten Hackerattacken in den USA.

Wer steckt dahinter?


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"New York Times": Hackers’ Attack on JPMorgan Chase Affects Millions
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Die US-Bundespolizei FBI hatte sich nach Bekanntwerden des Angriffs Medienberichten zufolge alarmiert gezeigt, dass möglicherweise russische Hacker dahinter stecken könnten. Das FBI untersuche, ob es sich um eine Vergeltungsaktion für die US-Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise handele, hatte die Agentur Bloomberg berichtet.

Nach einem früheren Bericht der "New York Times" sind neben JP Morgan mindestens vier weitere US-Institute betroffen. Bei dem Hackerangriff habe es sich um eine koordinierte Aktion gehandelt.