Washington. Sympathisanten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben zahlreiche Websites in Nordamerika und Irland gehackt. Betroffen waren unter anderem der Onlineauftritt einer Autorennstrecke im US-Staat Ohio, eines Wohltätigkeitszentrums in Missouri, eine Kirchengemeinde in Kanada sowie ein Frauenberatungszentrum in Dublin, wie der US-Sender NBC am Montag berichtete.

Die US-Bundespolizei FBI habe Ermittlungen aufgenommen, nachdem schwarze IS-Flaggen die Internetauftritte der verschiedenen Organisationen entstellt hätten. Ein Sicherheitsexperte sagte zu NBC, es sei unwahrscheinlich, dass der IS selbst hinter den Cyberattacken stecke. Die Extremisten, die in Teilen Syriens und des Iraks ein radikal-islamisches "Kalifat" errichtet haben, betrieben zwar eine aggressive Online-Propaganda, die nun gehackten Websites schienen dafür aber nicht prominent genug.