In zweiter Lesung wird heute im Europäischen Parlament das Telekom-Paket verabschiedet, welches einheitliche Vorschriften für einen freien Internetzugang, den Schutz von Nutzerrechten und die Abschaffung der Roaming-Gebühren vorsieht. "Die schrittweise Abschaffung der Roaming-Gebühren mit einer Deckelung ab April 2016 und dem Auslaufen der Gebühren mit Juni 2017 ist eine wichtige Maßnahme der Kostenentlastung für die europäischen Konsumenten und für alle Österreicher, die im Ausland mit dem Handy telefonieren", sagt Kappel.

Neben den Roaming-Gebühren ist die Netzneutralität, d. h. der freie Zugang zum Internet. ein wesentlicher Parameter des Telekom-Pakets. "Netzbetreiber müssen Datenpakete auch weiterhin gleichberechtigt durch Leitungen schicken, ungeachtet ihres Inhalts und ihres Ursprungs", sagt Kappel, "es darf im Netz keine 'Überholspur' als Geschäftsmodell für spezielle Dienste geben".

Mit zunehmender Datenmenge wächst jedoch die Gefahr von Staus im Internet und um das zu verhindern, ist ein "Verkehrsmanagement" notwendig. Im Zuge des "Internet of Things" erwarten Experten, dass in den nächsten vier Jahren bereits 3,2 Milliarden internetfähige Maschinen im Netz sind und die Hälfte des Datenverkehrs in Europa ausmachen. Ein rascher Ausbau der digitalen Infrastruktur ist angesichts der zu erwartenden Datenvolumina unumgänglich.

"Hier ist auch die österreichische Bundesregierung aufgefordert, endlich die seit Jahren angekündigte Breitbandoffensive umzusetzen und massiv in den Ausbau schneller Breitbandnetze sowie in die Last Mile zu investieren, sonst verliert Österreich weiter an Wettbewerbsfähigkeit", fordert Kappel.